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Aktuell:
Campact-Pressemitteilung
Verden, 9. Oktober 2007
Pflegeeinrichtungen jährlich und unangemeldet kontrollieren
Online-Appell: Für eine menschenwürdige Pflege!Das Online-Netzwerk Campact appelliert mit einer Online-Aktion an Spitzenpolitiker der Großen Koalition, im Zuge der geplanten Reform der Pflegeversicherung für menschenwürdige Bedingungen in ambulanter und stationärer Pflege zu sorgen.
„Jede dritte bedürftige Person in deutschen Pflegeeinrichtungen bekommt nicht einmal genug zu essen und zu trinken. Diese bestürzenden Ergebnisse des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) vom August machen klar: Die Politik muss die Würde der Menschen in Pflege schützen“, so Stefanie Hundsdorfer von Campact.
„Die bisherigen Vorschläge von Gesundheitsministerin Schmidt zur Reform der Pflegeversicherung sind ungenügend“, so Hundsdorfer weiter. „Damit Artikel 1 des Grundgesetzes auch für die Armen und Schwachen in unserer Gesellschaft gilt, müssen Pflegeeinrichtungen jährlich und unangemeldet von unabhängigen Gutachtern überprüft werden. Dabei muss festgestellt werden, ob die körperlichen und sozialen Grundbedürfnisse der Bedürftigen befriedigt werden. Die Ergebnisse sind so zu veröffentlichen, dass sie von den Menschen verstanden werden – nur dann geraten schlechte Häuser unter Druck.“Der Online-Appell kann unter www.wuerdige-pflege.de verschickt werden – dort finden sich auch weitere Informationen zum Thema. Die Forderungen richten sich an Gesundheitsministerin Ulla Schmidt, Familienministerin Ursula von der Leyen, Verbraucherschutzminister Horst Seehofer und die Vorsitzenden der Koalitionsfraktionen Volker Kauder und Peter Struck. Diese verhandeln zurzeit über einen Kompromiss zur Reform der Pflegeversicherung.
Die Online-Aktion wird unterstützt von der Deutschen Alzheimer Gesellschaft.
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Stefanie Hundsdorfer, Campact:
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Pflege, 15.03.2008
