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Montag, 26. Juli 2010

Atom-Alarm in Starnberg

Am 26. Juli haben Anti-Atom-Aktive in Starnberg "Atom-Alarm" geschlagen - wie auch in rund 60 Wahlkreisen im ganzen Land. Lautstark und unüberhörbar machten sie dem CSU-Landrat Karl Roth und der FDP-Kreisvorsitzenden Sigrid Friedl-Lausenmeyer deutlich, dass die Menschen in ihrem Wahlkreis keine längeren AKW-Laufzeiten wollen!

Aktionsbericht und Bilder von den Organisator/innen

Viele waren geladen per Internet und Buschtrommel und ca. 70 waren gekommen. Die Mobilisierung durch Campact und hiesige Internetverteiler hatte einen sehr lebendigen Haufen.mit Kindern und Kinderwagen, Trommeln und Trompeten herbeigerufen. Für unsere Bundestagsabgeordneten Frau Bundesernährungsministerin Ilse Aigner, CSU, und Frau Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, FDP, nahmen Landrat Karl Roth, CSU, und die Kreisvorsitzende der FDP, Frau Sigrid Friedl-Lausenmeyer, die Erklärung von Campact zum sofortigen Atomstopp und die „100 Gründe für den Atomausstieg“ in Empfang.

In einer kurzen Ansprache begründete die Versammlungsleiterin die Notwendigkeit der Aktion. Ein Trompeter öffnete mit einem Signal die Rede, die mit einem Gedenken an die Toten der Love-Parade von Duisburg begann. Sie wollten Lebensfreude ausdrücken und kamen durch Unachtsamkeit ums Leben. Wir alle brauchen Achtsamkeit für unsere Umwelt und das zukünftige Leben unserer Kinder. Darum müssen wir Atomalarm schlagen. Jedes Mal, wenn dieser Satz fiel, erhob sich, von der Trompete geführt ein Trommeln, Tröten und Lärmen.

Sehr aufmerksam verfolgte die Versammlung die Rede. Bei der knappen Beschreibung des Supergaus von Tschernobyl und seiner Folgen in der Ukraine und bei uns, erschrak jeder, wie lebendig die eigenen Erlebnisse aus dieser Zeit noch der in Erinnerung gerufen wurde schlummern.

In einer kurzen Erwiderung sprachen sich der Landrat und die Kreisvorsitzende für eine baldestmögliche Abschaltung der AKWs aus, wobei die Meinungen über den Zeitpunkt noch auseinandergehen. Die Versammlung dankte dem Landrat für seinen aktiven Einsatz, auf Landkreisebene regenerative Energien zu verbreiten. Mit einem Trommelwirbel und dem Aufruf, die folgenden Aktionen zu unterstützen, endete die emotional und rational gelungene Veranstaltung. Selbst die Ordnungshüter hatten ihre helle Freude an dem alarmierenden Lärm. Wir hoffen, dass wir nicht nur die schon vorher Überzeugten wachrütteln konnten.

Text und Fotos von Dr. Gerhild Schenck-Heuck

Atom-Alarm in Starnberg

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